Objektive updaten und kalibrieren

wie in Objektive verbessern bereits geschrieben, habe ich mir – nach einigen Monaten Überlegung – die Tamron TAP-01E Tap-in Console für Canon gekauft, da ich den Eindruck hatte, dass der Autofokus bei dem Tamron Ultra-Tele-Megazoom 18-400mm F/3.5-6.3 Di II VC HLD-Objektiv knackiger sein könnte.

Warum habe ich so lange überlegt?

Naja, die Frage ist ja immer, ob es sich lohnt entsprechendes Zubehör zu kaufen. Auf der einen Seite habe ich mir – durch das Firmwareupdate – ein paar kleinere Verbesserungen beim Autofokus erhofft und auf der anderen Seite hatte ich die Vermutung, dass das Objektiv nicht auf den Punkt fokussiert. Da dies ein bekanntes Thema bei Tamron-Objektiven ist, war das also nicht so ganz abwegig.

Aber, 75€ zu bezahlen, nur weil man denkt, dass man dann bessere Fotos machen kann? Nur wegen einem Objektiv? Genau das waren die Fragen, die mich beschäftigt haben. Nun, da ich es ausprobiert habe, muss ich sagen, dass es sich echt gelohnt hat. Und das, obwohl ich bisher nur das Update auf die Firmware Version2 machen konnte und die Fokuskorrektur für 2 Fokusdistanzen einstellen konnte.

Die Console auf dem Objektiv

Jetzt aber ran an das Objektiv!

Immer mutig ran. Das erste „Hindernis“ war, dass die Tamron TAP-01E Tap-in Console selbst ein Update haben wollte. Das ganze geht aber fix und ohne irgendwelche Neustart- oder Reconnect-Arien.

Jetzt aber! Noch ein Vorher-Foto geschossen und dann das Objektiv an die Tamron TAP-01E Tap-in Console. Erstes Erfolgserlebnis: Es gibt ein Update. Leider wird nicht beschrieben, worin die Unterschiede zwischen den Firmware-Versionen liegen. Also kann man nur Rätselraten. Uuund das Nachher-Foto. Kein Spürbarer Unterschied. Ok…

Fokus kalibirieren

Der „Versuchsaufbau“

Hierzu muss man – in verschiedenen Abständen zum Objekt (ich habe mir dazu den Fokusdetektor v2 von der Seite Traumflieger ausgedruckt) – die verschiedenen Brennweiten durchspielen. Bei einem 18-400er Objektiv sind das schon ein paar mehr. Also: erste Distanz: 45cm.

Die zweite Distanz – da wird es fast schon eng im Arbeitszimmer: 3m. Unendlich musste ich mir noch sparen, da werde ich aber eine Bilderserie schießen, sobald sich die Gelegenheit ergibt.

Und so habe ich dann die verschiedenen Distanzen und Brennweite „durchgeschossen“.

Hier bietet sich das tethered-Shooting an, denn man kann den Fokus direkt am Rechner korrigieren und auch mit der Fokuslupe arbeiten.
Momentan mache ich das noch mit einem ganz normalen Mini-USB-Kabel an einer etwas besseren 5m-USB-Verlängerung. Künftig will ich aber auch hier ein auffälligeres Kabel für das tethered-Shooting benutzen (Tether Tools TetherPro Kabel, USB 2.0 A auf MiniB 5 Pin, USB-Kabel, 4,6 m, orange), weil es sich etwas besser von der Umgebung abhebt und ich eine USB-Steckverbindung spare.

Die geschätzten Korrekturen habe ich dann im Tool eingetragen und dann nochmal jeweils eine komplette Serie zur Kontrolle „geschossen“. Insgesamt hat sich der Zeitaufwand jedoch in Grenzen gehalten. Ich habe summasummarum 2,5h in das ganze Thema investiert zzgl. der vorher eingeholten Informationen.

Schlussendlich bin ich dann bei folgenden – für mein Objektiv individuellen – Werten gelandet, die sich aber von Objektiv zu Objektiv unterscheiden können.

Meine Settings für die ersten beiden Distanzen

Nun bin ich gespannt, ob ich wirklich – im ersten Wurf – die besten Werte für mein Objektiv gefunden habe und, ob sie sich in der Praxis bewähren.

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